CEO: Die Jüngeren kennen keine Grenzen beim Teilen von Informationen

Nach einer aktuellen Umfrage des Beratungshauses PricewaterhouseCoopers (PWC) unter 153 Entscheidern glauben 83 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass technisches Wissen gepaart mit kreativem und kollaborativem Denken auszusterben droht. Die Suche nach kreativen IT-Mitarbeitern gestalte sich schwierig. 55 Prozent gaben an, dass mathematische, wissenschaftliche und technische Talente in Indien und China heute leichter zu bekommen sind als im “Westen”. (Zitiert nach: Firmen suchen händeringend IT-Manager mit Ideen)

Im Studiengang Druck- und Medientechnik an der Technischen Fachhochschule in Berlin (TFH Berlin) versuchen wir daher, die Studierenden so umfassend wie möglich mit den neuen Technologien vertraut zu machen: von kollaborativem Tagging auf del.ici.us über Wikis bis zum virtuellen Studiengang auf Basis der Plattform Adobe/Macromedia Breeze. Denn nur wer viele Möglichkeiten kennt, kann diese auf neue und ungewohnte Weise miteinander verknüpfen. Und für wen die Zusammenarbeit über das Internet tägliche Normalität ist, der kann auch in Unternehmen erreichen, dass sie von der Effektivität der kollaborativen Intelligenz profitieren. Grundlage für die Zusammenarbeit in den meisten Fächern ist auch die eLearning- und Kollaborationsplattform Moodle, deren Vorteile hier gerade nochmal dargelegt wurden. Laut einem Interview von Steve Hargadon entstand die OpenSource-Plattform aus den frühen Erfahrungen mit Remote-Lernen des “Creator of Moodle”, Martin Dougiamas in der australischen Einöde.

Nicht alle teilen denn auch PWC’s Zukunfts-Skeptizismus in Bezug auf das Abendland. So meint Robert Ashe, CEO des Business-Intelligence-Anbieters Cognos über seine Kunden:

“Heute ist die Belegschaft aber in der Lage, IT-Anwendungen zu schätzen. Ich würde die Mehrheit von ihnen, gerade die Jüngeren, sogar als absolute IT-Kenner bezeichnen, die Informationen zu jeder Zeit an jedem Ort und aus jedem Gerät heraus erwarten”, sagte der Manager. Sie kennen ihm zufolge keine Grenzen und Schranken, wenn es darum geht Informationen zu lesen und zu teilen. Sie wachsen damit auf.

Quelle: “Cognos erweitert BI-Suite für die Westentasche”.
Im selben Artikel sieht Ashe auch das Verhältnis von Westen und Osten ganz anders als die oben zitierte Studie:

“Japan und China sind in der Akzeptanzkurve noch sehr am Anfang.” Er schiebt das auf die konsensorientierte Unternehmenskultur und die geschlossene Arbeitsweise mit Informationen. “BI erfordert das Teilen von Informationen”, riss er die Fragen in diesem Markt kurz an. Wiederum ganz anders gehe es in den USA zu, wo der IT-Leiter angehalten wird, Best of Breed einzukaufen. Begeistert zeigte er sich von Nordeuropa - die offene Arbeitskultur dort bezeichnete er als sehr BI-freundlich. “So offen wünschen wir uns unsere Kunden”, sagte Rob Ashe.

Na also. Noch nicht aller Tage Abend.

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