Archive for August, 2007

9to5 - zum Abschluss: ratloses Schweigen

Tuesday, August 28th, 2007

Sie ging sehr ruhig los, die Publikumsdiskussion zum Abschluss des 9to5-Kongresses. Holm Friebe konnte einem Leid tun, wie er da auf der Bühne versuchte, das Schweigen der Menge zu überbrücken. Frithjof Bergmann, der große Denker aus Ann Arbor, wollte eigentlich helfen, machte aber das ganze aber nur noch schlimmer mit seinem Kommentar, man solle bitte konkrete Vorschläge machen. Danach traute sich wirklich keiner mehr, den Mund auf zu machen, denn konkrete Vorschläge waren genau das, was hier keiner hatte.

Aber einen Schritt zurück: Das 9to5-”Festival” neigte sich dem Ende zu. Alle waren fertig, aber glücklich, und es galt, ein Resümee zu ziehen. Wir hatten uns also getroffen, diskutiert, in der Realität kennen gelernt und uns gegenseitig klar gemacht, dass Prokrastination keine Krankheit ist, sondern eine immanente Eigenschaft des Freiberufler-Daseins. Dass wir auf die Sicherheit unserer Netzwerke selber achten müssen. Und - das hat mich natürlich besonders gefreut - dass es Web-2.0-Tools gibt, die unsere Zusammenarbeit unterstützen können. Und schließlich Checklisten, Tipps und Fachratgeber zum Umgang mit rechtlichen Aspekten, selbstgemachten Subventionen, Ritalin und anderen stimulierenden Drogen ausgetauscht.

Und dann das Schweigen der Boheme. Nun lag die Frage auf dem Tisch: was jetzt? Nach langem gequälten Winden der Verantwortlichen im Rampenlicht ging die Diskussion schließlich doch los. Und kaum war der Damm gebrochen, wollten plötzlich alle. Mehr Kongresse zum Thema? Oder doch lieber Festivals? Jedenfalls muss was getan werden! Die Vorschläge gingen vom wöchentlichen Kaffeekränzchen mit Zukunftsdiskussion bis zur Quadratur des Kreises - die Gründung einer Gewerkschaft für Nicht-Angestellte. Das klang irgendwie widersprüchlich. Und genau da lag das Problem.

Bilder 9to5 Festival

Saturday, August 25th, 2007

Habe die versprochenen Bilder von 9to5 mal unter Album 9to5 Festival auf ipernity eingestellt.

9to5 - der Kongress zu “Wir nennen es Arbeit”

Thursday, August 23rd, 2007

Sitze auf der Dachterrasse von RADIALSYSTEM und arbeite mit Spreeblick.

9to5 - Telearbeit mit Spreeblick

Bei 9to5 - dem Kongress zu “Wir nennen es Arbeit” gibt es auch Arbeitsplätze. Heute morgen war ich zum ersten mal da. Anja, die sich später als eine Mischung aus guter Seele und Concierge von 9to5 herausstellte, musste erst noch bei Sebastian nachfragen, wie das geregelt ist. Die Website war in diesem Punkt nicht ganz eindeutig, aber es stellte sich heraus, dass die Arbeitsplätze mit WLAN auch ohne “Business-Ticket” genutzt werden können - ab 13:00h.

Telearbeit mit Spreeblick

Telearbeit mit Spreeblick - auf der anderen Seite des Flusses pikanterweise die Unterbringung der Gewerkschaft ver.di

Wie soll ich sagen - so hatte ich mir Telearbeit vorgestellt: Sonne, Liegestühle, die Spree, mondäne Industrieruinen und WLAN. Und rundrum schwirrt die digitale Boheme. Leider muss ich den Artikel für das Multimediajahrbuch 2008 noch fertig schreiben. Aber so ist diese Arbeit: Entspannung pur, aber immer hart an der Deadline.
Erste Fotos folgen gleich. Sonnige Grüße, Achim.

9to5, Wir nennen es Arbeit. Mit Holm Friebe. Sehr ernst.

9to5, Wir nennen es Arbeit. Mit Holm Friebe. Sehr ernst.

Alle Bilder

User Generated iPod?

Monday, August 6th, 2007

reading Zachary, Pascal G. (2007): Whose Ideas will Prevail, Users or Makers Of Technology? in: The New York Times, Articles selected for Süddeutsche Zeitung, 6.8.2007, S.1 und 4:

Zachary sagt, alle reden von User Generated Content und Open Innovation – die wichtigsten Produkte würden aber heute immer noch von Eliten hergestellt und seien nicht “customizable”. Er übt damit explizit Kritik an den Thesen von Eric von Hippel, Management Professor am MIT. Als herausragendes Beispiel nennt er das Erfolgsprodukt iPod. Dabei erwähnt er nicht, dass der iPod zwar als Produkt nicht anpassbar ist, aber zusammen mit iTunes konzipiert wurde – das eine Peer-to-Peer-Tauschbörse für Musik ist, also User Generated Content im ureigensten Sinne. Dass auch Apple als kommerzieller Anbieter von Musik mit iTunes Geld verdient, spielt keine Rolle – die Web 2.0 Funktionalität besteht davon ungeachtet.

G. Pascal Zachary unterrichtet Journalismus an der Stanford University und schreibt über technologische und wirtschaftliche Entwicklungen.

User Generated iPod?

Monday, August 6th, 2007

reading Zachary, Pascal G. (2007): Whose Ideas will Prevail, Users or Makers Of Technology? in: The New York Times, Articles selected for Süddeutsche Zeitung, 6.8.2007, S.1 und 4:

Zachary sagt, alle reden von User Generated Content und Open Innovation – die wichtigsten Produkte würden aber heute immer noch von Eliten hergestellt und seien nicht “customizable”. Er übt damit explizit Kritik an den Thesen von Eric von Hippel, Management Professor am MIT. Als herausragendes Beispiel nennt er das Erfolgsprodukt iPod. Dabei erwähnt er nicht, dass der iPod zwar als Produkt nicht anpassbar ist, aber zusammen mit iTunes konzipiert wurde – das eine Peer-to-Peer-Tauschbörse für Musik ist, also User Generated Content im ureigensten Sinne. Dass auch Apple als kommerzieller Anbieter von Musik mit iTunes Geld verdient, spielt keine Rolle – die Web 2.0 Funktionalität besteht davon ungeachtet.

G. Pascal Zachary unterrichtet Journalismus an der Stanford University und schreibt über technologische und wirtschaftliche Entwicklungen.