Beckedahl für Eigeninitiative im Netz

Selbst im Internet aktiv werden

Markus Beckedahl von netzpolitik.org im Interview: „Die Freiheit des Netzes ist so bedroht wie nie zuvor“ » t3n Magazin

t3n Magazin: Was kann ich tun, um mich zu engagieren?

Markus Beckedahl: Was sehr hilfreich ist: mit Abgeordneten und anderen Politikern Kontakt aufnehmen. Das gilt vor allem, wenn man aus demselben Wahlkreis kommt. Darüber hinaus sollte man versuchen, sich mit anderen zu vernetzen und sich mit seinen eigenen Fähigkeiten einzubringen. Unsere Generation hat großes Glück, dass es das Internet gibt. Das macht uns unabhängiger von Zeit und Ort.

Ich kann das nur bestätigen - allerdings ist mein lokaler Abgeordneter Christian Ströbele, und der ist kein ernst zu nehmender Sparringspartner, wenn es darum geht, einen Politiker von solchen Sachen zu überzeugen.

t3n Magazin: Hat man denn überhaupt eine Chance gegen gut organisierte Lobbyisten?

Markus Beckedahl: Jeder, der an die Tür seines Abgeordneten klopft, ist mindestens so effektiv wie zehn Lobbyisten der Gegenseite. Das ist meine Erfahrung. Wir haben allerdings noch nicht die Strukturen wie beispielsweise die Umweltschutzbewegung. Wir stehen in etwa da, wo die Umweltschützer Ende der 70er Jahre waren. Damals war Greenpeace gerade gegründet und die Macher galten vielen als Spinner. Heute sind es große Organisationen. Meine Hoffnung ist groß, dass sich immer mehr Menschen bewusst werden, dass bestimmte Freiheiten in Gefahr sind. Und ich glaube auch, dass wir Freiheiten, die uns jetzt genommen werden, irgendwann wiederbekommen.

Jeder von uns ist stärker als die Lobbyisten - wollen mal hoffen, dass er Recht hat. Auf jeden Fall nicht aufgeben! Das mit den Umweltschützern Ende der 70er fand ich auch einen interessanten Vergleich.

One Response to “Beckedahl für Eigeninitiative im Netz”

  1. [...] Beckedahl für Eigeninitiative im Netz « Achim Bode [...]

Leave a Reply