Archive for the ‘2.0’ Category

QM und Wissensmanagement: Argumente für MediaWiki im Unternehmenseinsatz

Wednesday, June 30th, 2010

Bin gerade dabei, zusammen mit Stefan Landwehr von Abacus Alpha unter der URL www.wiki4enterprise.org Aspekte der Qualitätssicherung eine Liste Argumente zusammen zu tragen, warum MediaWiki die passende technische Plattform für Wissensmanagement in Unternehmen ist - und bin wieder einmal erstaunt, wieviele es gibt:

  • Zukunftssicherheit: kein Vendor-GAP dank Open Source
  • Usability wird anhand von Template-Prototypen getestet, die die Nutzer selbst erstellen
  • Software bildet nach und nach die tatsächlichen Erfordernissen der täglichen Arbeitsabläufe ab
  • Mehr als 2.000 Extensions machen Mediawiki anpassbar an jede gewünschte Besonderheit
  • etc. …

Mehr dazu bald hier.

Orkanartige Argumentationsböen

Wednesday, April 14th, 2010

Whats next? Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

Vortrag von Peter Kruse auf der Re:publica 2010

Eine unsachliche Diskussion durchzieht auf einmal wieder die Republik: Was tun mit dem - nun auch nicht mehr ganz so neuen - Phänomen des Social Web? Die Art der Diskussion spiegelt sich in den Nachrichten wider:

* Fördert das Zölibat sexuellen Missbrauch?
* Gefahr aus dem Internet

Auf diesem Niveau sind keine brauchbaren Ergebnisse zu erwarten. Kruse hält dem die Auswertung seiner Befragungen von zweimal neunzig Vertretern (90 Digital Visitors und 90 Digital Residents) entgegen, “die wir am Wochenende noch schnell für die re:publica ausgewertet haben”.

Im ersten Moment erwartet man, endlich den Schlichterspruch im großen Kulturkampf zu bekommen, die Antwort auf die Frage nach dem Internet, Social Media und überhaupt. Aber wie so oft ist die Antwort weniger wichtig als die neuen Fragen, die aufgeworfen werden. Die wichtigste (und die wird von Kruse beantwortet) ist: Warum wird diese Diskussion so heftig geführt? Woher diese Schärfe?

Seine Auswertung der Wertewelten von “Heavy Usern” des Internet wird wunderbar anschaulich, denn die vielen kurzen Fragen der Interviews werden in Form von “semantischen Räumen” dargestellt. Diese zeigen klare Cluster für jede der beiden Gruppen. Das heißt, der Chor der “Experten” zerfällt ganz klar in zwei Stimmen. Den Residents sind verlässliche Beziehungen und Informationen wichtig, Bevormundungen können sie nicht ausstehen. Die Referenzgruppe der Visitors setzt dagegen vor allem auf Stabilität. Beide sind sich einig, dass im Social Web die Zukunft liegt. Sie bewerten diese Tatsache aber vollkommen unterschiedlich: “Digital Visitors wissen, dass das Internet wichtig ist, mögen es aber überhaupt nicht.” Sie nutzen und unterstützen das Netz, weil sie es für die Zukunft halten. Aber ihre intuitiven Präferenzmuster spiegeln die Offlinewelt.

Wenn sich zwei Gruppen in der Bewertung der Tatsachen so ähnlich sind und gleichzeitig in ihren Gefühlen gegenüber der Entwicklung so unterscheiden, kann es nur zum Krach kommen. “Hier geht es doch gar nicht um eine rationale Diskussion” folgert Kruse. Vielleicht sollten die Experten erst einmal ihre Wertewelten offenlegen und ausdiskutieren, denn hier liege die eigentliche Differenz. Ohne diese Klärung können die Fakten nicht zur allgemeinen Zuftriedenheit sortiert werden.

Der ganze Vortrag findet in einer orkanartigen Geschwindigkeit statt, was Kruse aber nicht daran hindert, auch seine Methodik zu erläutern, mit der er dem Oberflächenkratzen der Talker zu Leibe rücken will. Bei den Befragungen werden in sehr schneller Folge Begriffspaare abgefragt und vom Probanden bewertet. Daraus werden Matritzen mit Zusammenhängen erstellt, die über Fragen wie “Was mir tatsächlich wichtig ist” im Wertesystem verortet werden. Mit seiner Software nextexpertiser werden daraus räumliche Muster aus gelben Kugeln und grünen Kreuzen erstellt, die dem Betrachter die Chance geben, den Datenwust intuitiv zu erfassen. Da es sich nicht um einen einzelnen Probanden handelt, werden die Ergebnisse zu jedem Begriff “räumlich zusammen gezogen” und es ensteht eine Art Durchschnitts-Wertesystem einer Gruppe.

In Anlehnung an das menschliche Gehirn könne man diese Gruppen-Wertewolke als das limibsche System bezeichnen, mit dem die Gruppe ihre Entscheidungen trifft. Meines Wissens konsultiert das limbische System zwar (soweit überhaupt bisher bekannt) auch ein paar Großhirnareale bei der Entscheidungsfindung - sonst hätte sich die Evolution den Blumenkohl auch sparen können und jede Generation würde aufgrund der festverdrahteten Windungen bei gleicher Datenlage die gleichen Entscheidungen treffen - aber diese Vereinfachung sei ihm verziehen.

Um noch kurz auf den Titel des Vortrags einzugehen: Nach dem Zugangsboom und einem Beteiligungsboom ist jetzt die dritte Stufe erreicht: “nachhaltige Empörung”. Denn nach “drin sein” (Boris) und “mitmachen” (Alice?) kommt jetzt “sich zu machtvollen Bewegungen zusammen zu schließen” - und das ist ein Angriff auf die etablierten Machtmonopole. Diese Veränderungen durch das Internet sind ‘’systembedingt”, auch Abschalten hilft jetzt nicht mehr.

Interessant wäre es noch zu wissen, wie die Stichprobe zustande gekommen ist. Denn die Ergebnisse klingen ein wenig nach den Stereotypen der Begriffe Digital Visitors und Digital Residents und da liegt der Verdacht nahe, dass man eine Wellenantwort bekommt, weil man eine Wellenfrage gestellt hat.

Für die Kürze der Zeit war die Analyse jedoch glasklar, dreidimensional anschaulich und im Vergleich zur Talkshow-Fraktion definitiv eine Bereicherung der Diskussion. Sie mag methodisch hinterfragbar sein, wird aber vorwiegend in der Großhirnrinde verarbeitet - und nicht nur im limbischen System der großen Gefühle.

Woogle configuration Error: Class ‘WoogleQueryServiceNative’ not found

Friday, March 26th, 2010

Hi everyone,

I had a little problem with the Woogle installation, but was able to solve
it. Just posting to allow for the “debug by googleing” procedure we
all know.

I installed the remote backend and the extension. Search now uses
Woogle, but obviously tries to access the native version:

Fatal error: Class ‘WoogleQueryServiceNative’ not found in /var/www/
15.1/wooglewiki/extensions/Woogle/includes/WoogleUtil.php on line 179

I found the solution in the …/extensions/Woogle/addons/Remote/
Remote.php.

The config settings displayed on http://www.teamweaver.org/wiki/index.php/Woogle4MediaWiki/Configuration
are not complete - the actual setting that makes Woogle switch to
remote mode is missing. The complete version is:

I found the solution in the …/extensions/Woogle/addons/Remote/Remote.php:

The config settings displayed on http://www.teamweaver.org/wiki/index.php/Woogle4MediaWiki/Configuration are not complete - the actual setting that makes Woogle switch to remote mode is missing. The complete version is:

LocalSettings.php:

require_once(”$IP/extensions/Woogle/Woogle.php”);

// Woogle Configuration

WoogleConfig::set(’indexAddon’, ‘Remote’); // set the respective backend URL here

WoogleConfig::set(’remoteBaseServiceUrl’, ‘http://octopus13.fzi.de:9999/teamweaverIS-backend/services/’); // set the respective backend URL here
WoogleConfig::set(’remoteAuthKey’, ’secret’); // key for querying, only required if the backend is set to securityEnabled = true;
WoogleConfig::set(’indexGroups’, array(’group1′, ‘group2′));
WoogleConfig::set(’indexRepository’, ‘123′); // numeric id for indexing (repoId) - as configured in the backend repo_config.xml
WoogleConfig::set(’remotePushIndexAuthKey’, ’secret2′); // key for indexing - as configured in the backend repo_config.xml

Great app, though. This is what we all have been waiting for, so make sure to keep going!
Achim

I posted this to the Woogle Mailinglist, but it was said to be postponed for supervision by the admins. As far as I know the initiator of the project is on holiday for a couple of weeks (at least I read his Email Responder that way…), so I cross posted it here.

Piratenpartei Berlin: Liquid Democracy Squad löst sich auf - und gründet sich neu

Friday, March 26th, 2010

Der Squad Liquid Democracy in der Piratenpartei war im September 2009 mit dem Ziel gegründet worden, um die “Einführung und einen Pilotbetrieb des Liquid Democracy Systems vorzubereiten und die für einen verbindlichen Einsatz notwendigen Satzungsänderungen auszuarbeiten.” Dieser Auftrag wurde erfüllt: Seit Januar läuft die im Rahmen des Squads erstellte Software “Liquid Feedback” im Testbetrieb.

Liquid Feedback

Liquid Feedback soll es ermöglichen, die kollaborative Erstellung von Gesetzesvorlagen zu ermöglichen. Das kann zu einem sehr komplexen Unterfangen werden - insbesondere, wenn mehrere sehr ähnliche Vorschläge miteinander konkurrieren. LiquidFeedback nutzt daher die Schulze-Methode zur Bewertung der Vorschläge. Mit LiquidFeedback ist es z.B. möglich, bestimmte Aspekte einer Vorlage abzulehnen - und die Vorlage gerade dadurch zu befürworten, weil man gleichzeitig angibt, dass in der Vorlage diese Aspekte nicht zum Ausdruck kommen bzw. nicht umgesetzt sind: Wenn ich beispielsweise nicht will, dass die Einkommenssteuererhöhung Teil des Gesetzes wird, stimme ich also einer Variante der Vorlage zu, in der der Aspekt Einkommenssteuererhöhung nicht vorkommt, eine untergeordnete Rolle spielt oder explizit abgelehnt wird. (”Neggadiv und neggadiv gibt bossidiv” hat meine frängische Maddelehrerin das genannt.) Der mündige Bürger tritt als für bestimmte Prinzipien und Aussagen ein und bewertet, wie stark er diese Aussagen in einem Antrag vertreten sieht.

Der Kern der Software besteht aus SQL-Datenbankprozeduren (Stored Procedures), die Oberfläche wurde nach alter Hacker-Manier in der Programmiersprache LUA implementiert, mit der in dem Computerspiel World of Warcraft die Oberflächen angepasst werden können.

Auch wenn die Initiative zu diesem Projekt von der Piratenpartei ausging, haben sich die eigentlichen Programmierer rechtlich in der Public Software Group zusammen geschlossen und Liquid Feedback als Open Source unter der MIT/X11-Lizenz veröffentlicht. Sie kann also prinzipiell auch von anderen Parteien und Organisationen genutzt und weiterentwickelt werden. Sollten sich Leser dafür interessieren, dann sei ihnen noch ein Hinweis der Autoren der Software mit auf den Weg gegeben: die Nutzungsbedingungen der Software sind nicht gleich zu setzen mit den (demokratischen) Prinzipien ihres Einsatzes. Also bitte im Zweifelsfall nochmal nachfragen, da es in diesem Punkt offenbar schon Verwirrung gegeben hat.

Mission erfüllt

Die Software wurde mittlerweile ausgerollt, es wurden erste Schulungen gegeben und verschiedene Landesverbände haben angefragt. Die Ziele des Squads sind also erreicht.

Die satzungsgemäße Selbstauflösung einer Arbeitsgruppe wird immer den Geruch von Fundis, APO und endlosen Debatten über die Tagesordnung haben. Trotzdem sprechen einige triftige Gründe dafür, dass die Auflösung sinnvoll ist:

  1. Squads, die sich nicht auflösen, werden schnell zu Institutionen, die irgendwann einmal eine Berechtigung hatten und daraus weiter eine Legitimation schöpfen, die ihnen eigentlich nicht mehr zusteht.
  2. Die Bezeichnung Liquid-Democracy-Squad ist irreführend. Erstens versteht darunter jeder etwas anderes und zweitens ist der eigentliche Zweck des Squads mittlerweile so klar umrissen, dass man diese Bezeichnung ablegen kann. Die Bezeichnung Liquid-Democracy kann leicht dazu führen, dass man in end- und ziellose Diskussionen über das Wesen von LD verstrickt wird. Hier ging es jedoch um die Erstellung einer ganz bestimmten Plattform, die jetzt den Namen Liquid Feedback trägt.
  3. Es gibt andere in der Partei, die tatsächlich das weit gefasste Thema LD bearbeiten (und hoffentlich konkretisieren) wollen. Für diese soll der Name des Squads wieder “frei gemacht” werden.

Neue Mission

Anstelle des bestehenden Squads soll ein neuer entstehen, der die jetzt anstehenden Ziele verfolgt: Öffentlichkeitsarbeit, Kontrolle des Liquid-Feedback-Betriebs und die Auswertung von Ergebnissen. Der Squad soll nächsten Mittwoch gegründet werden. Näheres dazu findet sich im Wiki der Piratenpartei unter
http://wiki.piratenpartei.de/BE:Liquid_Democracy_in_der_Piratenpartei

Woogle-Suche in Mediawiki

Thursday, March 18th, 2010

Ich hatte gestern auf der Wiki4Enterprise-Tagung das Vergnügen, eine Demonstration der vorgestern nacht veröffentlichten Beta-Version von Woogle zu bekommen. Woogle ermöglicht das Durchsuchen von Mediawikis auf eine weit komfortablere Weise, als das mit der eingebauten MW-Suche möglich ist. Damit löst es das bisher größte Problem bei Mediawikis. Vortragender war der Meister selbst (Hans-Jörg Happel) und die Vorstellung war sehr beeindruckend.

Features

Die Suche ermöglicht es Mediawiki-Nutzern nicht nur, über Dokumente und Wiki-Inhalte gleichzeitig zu suchen. Sie haben auch die Möglichkeit, die Ergebnisse zu Ranken und dadurch kollaborativ zur Verbesserung der Suchergebnisse beizutragen. In der Java-Implementierung (siehe Technik) besteht zudem die Möglichkeit, in Mediawiki hochgeladene Dokumente zu durchsuchen. Der Nutzer findet also Treffer aus Office- und PDF-Dokumenten und im Wiki in einem Arbeitsschritt.

Unter der URL http://www.wiki4enterprise.org/index.php/Suche_in_Wikis habe ich eine Tabelle erstellt, in der die Features verschiedener Mediawiki-Suchen verglichen werden. Über eine Beteiligung / Korrektur / Vervollständigung würde ich mich freuen.

Technik

Woogle basiert - wie so viele Suchmaschinen - auf einer Lucene-Implementierung. Apache Lucene ist eine freie Software-Bibliothek, die unter der Apache-Lizenz veröffentlicht wurde. Neben der ursprünglichen Java-Implementierung wurden mehrere Portierungen auf andere Programmiersprachen vorgenommen, unter anderem existiert eine PHP-Version, die allerdings nicht den vollen Funktionsumfang der Java-Lucene umfasst.

Woogle wird dementsprechend in zwei “Flavors” zur Verfügung gestellt:

  1. Eine PHP-Version für “Puristen”, die kein Java neben dem (für Mediawiki ohnehin nötigen) PHP auf dem Server installieren wollen oder können.
  2. Eine Java-Version, die einen größeren Funktionsumfang und die Durchsuchung von Dokumenten umfasst.

Wiki4Enterprise

In der Veranstaltungsreihe Wiki4Enterprise treffen sich Anwender aus Unternehmen, die Mediawiki in ihrer Firma einsetzen. Hier werden in einem kompetenten Kreis Probleme und Lösungen beim Einsatz von Mediawiki im Enterprise-Kontext diskutiert. Diesmal waren unter anderem der CIO von Wikimedia Deutschland Daniel Kinzler und Raimond Spekking, Core-Entwickler von MediaWiki anwesend. Wie jede Community lebt auch diese vom Mitmachen. Wir würden uns daher freuen, wenn neben Mitarbeitern und Abteilungsleitern von Fraport, VOLKSWAGEN, Schaeffler KG, Fraunhofer, dem Pumpenhersteller KSB, der Bundeswehr, der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und anderen noch weitere Unternehmen zu dem Kreis dazustoßen würden. Interessenten können sich gerne bei mir melden: joachim(Punkt)bode(at)twoonix(Punkt)com.

Wikis im Unternehmen

Wikis kommen häufig durch die Hintertür ins Unternehmen - installiert von Mitarbeitern, die das Problem erkannt und eine Lösung gefunden haben (siehe Joachim Bode: Pragmatisches Wissensmanagement im Intranet im Annual Multimedia 2010). In der Praxis hat sich herausgestellt, dass sie hervorragende Dienste leisten - und zwar nicht nur im Wissensmanagement, sondern auch

  • im Projektmanagement
  • bei der Identifikation, Definition und Durchführung von Prozessen (BPM)
  • und in der Dokumentation.

Vor allem die Potentiale im Prozessmanagement werden noch nicht erkannt. Statt einer Definition starrer Prozesse “von oben” (also in der Regel durch Menschen, die zwar kompetent, aber gar nicht in die Prozesse involviert sind) ist es mit Wikis möglich, die wahren Prozesse zu identifizieren, Probleme zu erkennen und zu beheben. Im Projektmanagement ermöglichen sie auch eine abteilungs- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und erledigen bei richtiger Anwendung die Dokumentation gleich mit - flexibel, ohne Mehraufwand, vollständig mit technischen Auswertungstools analysierbar. Im Gegensatz zu reinen Projektmanagement-Tools sind sie dabei so flexibel, wie es ein Projekt erfordert. Das ist ein bisher kaum diskutierter Punkt, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass schon die Definition des Begriffs Projekt beinhaltet, dass es nicht gradlinig nach Schema-F verläuft. Allerdings reicht es dazu nicht, ein Mediawiki zu installieren. Die Einführung sollte von Experten begleitet werden, die vor allem folgende Punkte professionell durchführen können:

  1. Konzeption
  2. Anpassung an individuelle Prozesse
  3. Initial-Befüllung mit Content
  4. Rollout und Schulung der Mitarbeiter

Sollten Sie in Ihrer Abteilung bereits (aus Verzweiflung oder Überzeugung) ein Wiki installiert haben oder einfach die Möglichkeiten erkannt haben, beraten wir Sie gerne und kompetent unter www.twoonix.com.

Konfiguration: MediaWiki bei HostEurope einrichten

Monday, March 8th, 2010

Ich habe manuell ein Mediawiki eingerichtet und die Email-Authentifikation funktioniert nicht - was muss ich in die LocalSettings.php eintragen, damit Mediawiki den Mailserver findet?

Für alle, die sich die gleiche Frage stellen, hier die Lösung:

$wgSMTP = array(
‘host’ => “localhost”, // oder IP-Addresse
‘IDHost’ => “achimbo.de”, // eigene Domain eintragen
‘port’ => 25,
‘auth’ => true,
‘username’ => “wp1020014-jo”, // In KIS unter “Administration > Webhosting > 1020014 > E-Mail > E-Mail-Konten verwalten” bzw. “Administration > Webhosting > 1020014 > E-Mail > E-Mail-Konten verwalten / Autoresponder / Filter / Webmailer”
‘password’ => “my_password” // ebenfalls dort eingetragen
);

Und zu guter Letzt:
–> Damit man via Script E-Mails verschicken kann, muss im KIS eine Standard E-Mail Adresse hinterlegt sein. Die konfiguriert man in KIS unter “Administration > Webhosting > Konfigurieren > Skripte > Standard-E-Mail-Adresse”. Dort die E-Mail Adresse hinterlegen mit der das Script die E-Mails verschickt.

Viel Spaß!

Aufwandsschätzung in IT-Projekten

Sunday, February 21st, 2010

Mein Beitrag aus einer Diskussion in der XING-Gruppe Projektmanagement - Kooperation im Projekt (nur für Mitglieder, daher hier nochmal öffentlich):

Frage:

Ich habe zu Beginn fast jedes Projekts das selbe Problem: In der Initiierungsphase werden für verschiedene Zwecke (z.B. Business Case, Projektantrag, …) Daten zum späteren Projekt gefordert, die zu dieser Zeit einfach noch nicht vorliegen KÖNNEN (meistens auch nicht grob geschätzt), da sie erst im Rahmen der Projektplanung erarbeitet werden. Ich denke natürlich in erster Linie an Aufwands- und Ertragsdaten, aber auch z.B. an den zeitlichen Projektumfang.

Erst in der Planung (teilweise noch später) entscheidet sich, welcher Weg genau genommen wird, um das Projektziel zu erreichen. Und da die Wege weit voneinander abweichen können…

Meine Antwort:

Hallo Herr K.,

Sie haben vollkommen Recht: Wenn ein Projekt bequem nach Erfahrungsdaten planbar ist, dann handelt es sich per definitionem nicht um ein Projekt. Die DIN 69 901 bezeichnet ein Projekt als “Vorhaben, was im Wesentlichen durch seine Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist” und alle mir bekannten ernstzunehmenden wissenschaftlichen Definitionen sind in puncto Einmaligkeit (und damit mangelnder Planungsgrundlage sowohl der Inhalte als auch des Ablaufs) ähnlich. Diese Problematik ist eines der schwierigsten Probleme im Projektmanagement, das in unseren Lehrveranstaltungen an der Beuth-Hochschule immer wieder Thema ist.

Allerdings kann man den Schätzungsgrundlagen mit technischen und organisatorischen Mitteln auf die Sprünge helfen. Mit Hilfe von Wikis (wir haben vor kurzem bei der Visualisierungsabteilung von VW ein MediaWiki eingeführt) können Sie etwa neben den üblichen quantitaven Daten, die von Projektmanagement-Software erfasst werden, auch die Gründe analysieren, aus denen Abweichungen resultieren. Außerdem erfassen Sie damit den Kontext eines Projektes besser und erkennen so, wie weit die Gründe für Abweichungen auf die aktuelle Situation übertragbar sind. Voraussetzung ist allerdings eine geeignete Methodik, nach der nicht im Wiki nicht nur dokumentiert, sondern bei der das Wiki als Arbeitsplattform benutzt wird. Für nähere Informationen können Sie mich gerne persönlich kontaktieren.

Die Denkweise ähnelt der empirischen Methodik in den Wirtschaftswissenschaften. Jeffrey Pfeffer hat das als “Evidence Based Management” bezeichnet (Pfeffer, Jeffrey; Sutton, Robert (2006): Evidence-Based Management. In: Harvard Business Review, Jg. 84, H. 1, S. 62–74.). Die Idee stammt aus dem medizinischen Bereich, wo man festgestellt hatte, dass Ärzte häufig nach eigenen Erfahrungswerten behandeln. Diese lebensgefährliche Vorgehensweise versucht man in der “Evidence Based Medicine” zu ändern, indem man wieder verstärkt auf repräsentative Studien zurückgreift und die “Projekte” einzelner Ärzte stattdessen mit in die Studien einarbeitet. Pfeffer hat dem hinzugefügt, dass die meist auf “Bauchgefühl” basierenden Entscheidungen von Managern durchaus auch eine empirische Datengrundlage aus ihren Projekten vertragen könnten.

Mit freundlichen Grüßen,
Achim Bode

Vom Download zum Grundeinkommen - die Piraten brauchen ein konsistentes Modell

Saturday, September 26th, 2009

Ein zentraler Punkt des Piraten-Programms ist die Reform des Urheberrechts. Diese ist sicherlich sinnvoll - sie wird aber keine Mehrheit in der Bevölkerung bekommen, wenn den Menschen, die bisher von der Verwertung der Urheberrechte gelebt haben (insbesondere den Urhebern!), kein alternatives Modell zur Existenzsicherung angeboten wird. Ein wesentlicher Baustein in diesem Modell wird voraussichtlich das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) sein, auf das weitere Maßnahmen aufbauen können.

Hintergrund: Von der Bay zur Partei

Die Piratenpartei ist aus Pirate Bay hervorgegangen - einer Tauschbörse für Dateien, die woanders Geld kosten. Die Piraten begründen die Vermittlung kostenloser Downloads damit, dass der Großteil der Einnahmen aus Musik, Spielen, Texten und anderem ohnehin bei “den Majors” landet. Diese großen Labels gibt es vor allem im Musikbereich. Sie hatten dort früher die Aufgabe, die Vertriebswege für Schallplatten zu organisieren. Heute findet der Vertrieb vorwiegend im Internet und auf anderen Kanälen statt und die “Majors” werden als Wegelagerer wahrgenommen, die - kraft Gewohnheitsrecht - den Großteil des Umsatzes in überbezahlte Management- und Verwaltungsstrukturen pumpen, während die “Künstler” nur einen Bruchteil bekommen.

Aber ACHTUNG: die Piraten sind jetzt eine Partei! Wer der einseitigen Argumentation der Labels keine genauso einseitige der Raubkopierer gegenüberstellen will, sondern stattdessen konstruktiv an tragfähigen (und mehrheitsfähigen?) Modellen mitarbeiten will, der muss differenzieren. Er muss fragen, welche Dienstleistungen erbringen die Rechteverwerter, welche davon sind (noch) sinnvoll und wie kann man die bisherigen Leistungen und Rechteverteilungen besser organisieren. Das hier vorgestellte Modell schlägt vor, die Forderung eines bedingungslose Grundeinkommen zum festen Programmpunkt der Piratenpartei zu machen. Das würde sie in der Urheberrechtsreform von vielen Erklärungsnöten befreien. Darauf aufbauend soll das kapitalistische Modell der Musik-, Software- und Textproduktion wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden, damit die kreativen Branchen der Gesellschaft nicht zum Bittsteller von Transfergeldern gemacht werden und gleichzeitig das Geld bei denen landet, die die Leistungen erbringen.

Starten wir die Diskussion mit den Betroffenen!

Die Piratenpartei hat es vor der Wahl nicht mehr geschafft, ein Bekenntnis zum (oder gegen das) bedingungslose Grundeinkommen (BGE) abzulegen. Das Argument war einleuchtend: als Partei, die dafür einsteht, dass auf ihren Wikis und Foren erst einmal die Diskussion ausgetragen wird, bevor man einen Programmpunkt daraus macht, konnte das nicht ohne eine erschöpfende Diskussion über die Köpfe der Mitglieder und anderer Interessierter hinweg beschlossen werden. Trotzdem legt die oben angerissene Diskussion einen Zusammenhang zwischen BGE und den geforderten Urheberrechtsänderungen nahe. Jetzt ist der Zeitpunkt, diese Diskussion auf breiter Ebene zu führen.

Ich habe daher mal eine Diskussion im Piraten-Wiki gestartet: http://wiki.piratenpartei.de/Vom_Download_zum_Grundeinkommen - und würde mich freuen, wenn ihr euch daran beteiligt.

Mein erstes Piratenpartei-Treffen

Wednesday, September 16th, 2009

Das Meeting

War gestern beim Treffen der Piratenpartei im “Breipott” in Kreuzberg. Zwei sehr bemühte Ansprechpartner waren leider nicht in der Lage, meine Fragen erschöpfend zu beantworten und haben sich mehrfach widersprochen. Interessant fand ich jedoch,

  1. dass im Publikum sehr viele gute Leute saßen, die gute Fragen gestellt haben - insbesondere auch Juristen, die Gesetzesentwürfe wieder in normales Deutsch übersetzen und die Implikationen und Abhängigkeiten erklären könnten
  2. den Ansatz, mit den Mitteln von Social Software (Wikipedia) die Meinungen der Parteibasis einzuholen und jedem die Möglichkeit zu geben, sich an der Diskussion zu beteiligen
  3. die Lockerheit und Toleranz, mit der ich als Anzugträger (wir kamen von der XInnovations) ohne Kommentar oder Vorbehalte wie jeder andere auch behandelt wurde
  4. dieselbe Lockerheit, mit der die verschwindend wenigen Frauen keine Anstalten machten, irgendwelche feministischen Thesen zu thematisieren (Anm: nichts gegen Feminismus dort, wo er angebracht ist - und das sind immer noch einige Bereiche!)
  5. den tatsächlich offenen und auch weitgehend sachlichen Charakter der Diskussion

Widersprüche

Die Widersprüche bezogen sich vor allem den Punkt Abstimmungsverhalten von Abgeordneten, das den Großteil der Fragestunde/Diskussion einnahm:

  • “Wenn wir zwei Abgeordnete im Parlament haben und die Parteibasis in einer Frage 50%/50% entscheidet, stimmt der eine für und der andere gegen den Antrag
  • die Abgeordneten sind aber irgendwie auch ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich
  • nicht die gesamte Parteibasis entscheidet, sondern gehört werden vor allem die, die sich intensiv an der Diskussion entscheiden (Meritokratie)
  • manchmal braucht man auch Fraktionszwang

Ist ja alles richtig, aber wenn ich das wähle, wähle ich die Katze im Sack. Und nach dem Zugeständnis pragmatischer Einschränkungen bleibt ein ganz normaler Entscheidungsprozess wie in jeder anderen Partei auch…

Recherche

Habe beschlossen, die neuen technischen Mittel zu nutzen und mir nochmal einen Überblick zu verschaffen. Leider ist das Wiki wegen des zu erwartenden Ansturms heute aus technischen Gründen nicht editierbar.

Wie stimmen die Abgeordneten ab?
[Bearbeiten]

Satzung enthält keinerlei Hinweise darüber, wie die Abgeordneten stimmen müssen

Bundessatzung – Piratenwiki

http://wiki.piratenpartei.de/Bundessatzung#Parteiämter

FAQs
keine Aussagen zu Stimmverhalten in den FAQs

Häufig gestellte Fragen – Piratenwiki

http://wiki.piratenpartei.de/Häufig_gestellte_Fragen

hier gab es lediglich diesen Teil, der aber in puncto Abstimmungsverhalten auch nicht weiter geholfen hat:

2 Organisatorische Fragen und Antworten

* 2.1 Wann kann ich Unterschriften sammeln?
* 2.2 Wie viele offizielle Piraten gibt es inzwischen in Deutschland?
* 2.3 Wäre es möglich neben einer anderen (basisdemokratischen) Partei gleichzeitig auch in der Piratenpartei Mitglied zu sein?
* 2.4 Ich bin Deutscher mit Wohnsitz im Ausland.
o 2.4.1 Darf ich trotzdem in Deutschland wählen?
o 2.4.2 Kann ich bei der Unterschriftensammlung zur Wahlzulassung mitmachen?
o 2.4.3 Kann ich Mitglied bei den Piraten werden?

Auch sonst konnte ich keine Angaben finden, in wie weit in dieser Partei andere Regeln in diesem Punkt herrschen als in anderen Parteien. Bitte um Aufklärung.

Liquid Democracy

Auch ein weiterer Begriff, der von den beiden Vertretern der Piraten ins Spiel gebracht wurde, blieb in seiner Bedeutung schleierhaft: “Liquid Democracy”

Hierzu konnte ich im Web eine Menge interessanter Quellen finden - eine einheitliche Definition der Piraten war leider nicht dabei.

Mitmachen

Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich finde die Ansätze spannend, auch wenn sie noch nicht ganz ausgegoren sind. Und im Gegensatz zu anderen Parteien sehe ich hier durchaus die Möglichkeit, die Begriffe mit Leben zu füllen und an den Definitionen mit zu wirken. Ich werd’s versuchen.

Keine Generation Twitter

Sunday, May 10th, 2009

Doch. Dieser Artikel hat einen roten Faden.

Von der Recherche zum Carnival zum Blogposting zum eigenen Blog zu …

Wie das mit der Vernetzung so ist: Beim Lesen eines Artikels (”Unternehmensinterner Blog der Namics AG” in “Web 2.0 in der Unternehmenspraxis“) und der anschließenden Recherche bin ich auf der Suche nach dem Fachgebiet von Frau Hain (Wirtschaftsinformatik) wieder auf den Wissenswert-Blog-Carnival der Uni St. Gallen gestoßen.

Die Generation Twitter ist noch nicht vom Himmel gefallen

Von da aus ging es weiter (man könnte sagen: “Netz ist, wenn es nie aufhört“) zu einem interessanten Beitrag von Luka Peters, der in seinen Studenten keine geborenen Digital Natives erkennen kann:

Heute gehören zu den kulturellen Gemeinsamkeiten die jeweils neuesten Gadgets. Das können Online-Tools zur Kommunikation im weiteren Sinne ebenso sein wie Hardware, sei sie nun mobil wie ein iPod oder materiell gewichtiger wie ein High-End-Gamer-PC, der heftigst gemoddet wurde.

Meine Erfahrungen der letzten Jahre mit Studentinnen und Studenten sowohl an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als auch an der Fachhochschule Düsseldorf zeigen ein ganz anderes Bild dieser angeblichen Digital Natives, als manche es zeichnen möchten. Hier treffe ich bislang nur selten auf Experten der neueren Web-Technologien. Selbst im gerade beendeten Wintersemester 2008/2009 hatten die Studierenden meines E-Learning-Seminars noch keine bzw. kaum Erfahrungen mit produktiven Web-Techniken, wie z.B. Weblogs, Wikis etc. Skype-Konferenzen sind hingegen geläufig und werden gerade in der Phase der Projektarbeit von den Studierenden selbstverständlich eingesetzt, ebenso wie Instant Messenger Werkzeuge. Twittern war zwar ein Begriff, aktiv nutzte es aber keiner. Ich könnte diese Aufzählung weiterführen, aber zusammenfassend kann ich feststellen, dass die “Net Generation” wohl eher eine “Gadget Generation” ist, aufgeschlossen für und neugierig auf neue Technologien, aber oft nicht tiefer in die Anwendung eindringend.

Wie hier und hier bereits erwähnt, kann ich dem nach meiner eigenen Lehr- und Forschungserfahrung nur zustimmen: Sie fällt nicht vom Himmel, die Net Generation. Die Studenten in unseren Versuchen im Forschungsprojekt 4CforMedia und in der Lehre an der Beuth-Hochschule (vormals TFH) und der BTK haben sich clever dabei angestellt, sich Tagging, den Umgang mit Wikis und Ähnliches anzueignen. Dass sie von vornherein begnadete Web-2.0-Nutzer gewesen wären kann man allerdings nicht behaupten.

Eher eine Frage persönlicher Vorlieben

Ja, es gibt einige wenige, die im Umgang mit Social Software sehr routiniert sind. Aber es gab auch in meiner Generation (69) einige, die sehr firm im Umgang mit Computern waren. Von der Masse konnte man das damals nicht behaupten. Es ist nach meiner Erfahrung eher eine Frage persönlicher Vorlieben und des direkten Umfeldes. Und: natürlich lernt ein Schüler schneller als ein 60-jähriger Manager. Aber das hat nicht nur mit Festverdrahtung der mentalen Strukturen zu tun. Menschen mit langjähriger Berufserfahrung stehen einfach unter einem gewaltigen Druck, effizient zu sein, den Schüler und Studenten weniger kennen. Sie haben eher die Zeit (und es wird von ihnen erwartet), sich Neues anzueignen.

Der “Netzwerk-Effekt”: Was ist das? …

Aber nun zum Netzwerkeffekt. Eigentlich hat es Martin Lindner im Aufruf zum Blog-Carnival schon ganz gut zusammengefasst:

„Vernetzt“ ist ja längst einer dieser verbrauchten und verwaschenen BullshitBingo-Buzzwords, die wir alle im Mund führen ohne etwas Konkretes damit zu meinen: Irgendwie Internet halt, Neuronen im Hirn, Gschaftlhuberei mit e-Mail und Xing und StudiVZ.

Meine “Gschaftlhuberei” begrenzt sich allerdings vor allem auf das Verwalten (und Wiederfinden!) von realweltlichen Kontakten. Allerdings machen Tagging und Plattformen wie XING es einem tatsächlich leichter, Kontakte zu handhaben - und mehr: oft finde ich Kontakte bei solchen Suchen wieder, die ich schon längst vergessen hatte, oder an die ich zumindest im aktuellen Zusammenhang nicht gedacht hatte, obwohl sie goldrichtig zum Thema passen.

… Und wie hat er mich vorwärts gebracht?

Genauso geht es mir mit Links: ohne delicious wüsste ich kaum noch, wie ich etwas wiederfinden sollte. Und ipernity macht endlich meinen Alltag durchsuchbar - wenn auch derzeit meistens mit ein bis zwei Monaten Delay…
Und meine Arbeit wird ebenfalls in einem (nichtöffentlichen) Wiki gesammelt. Zu Recherchezwecken habe ich mir ein Ubiquity-Script gebastelt, das mir die Dokumentation vereinfacht. Es hat eine ähnliche Funktion wie der “Press This”-Button in Wordpress und erleichtert die Arbeit ungemein.

Man kann also sagen, im wesentlichen stricke ich mir mein eigenes Netz. Es geht weniger darum, der Welt etwas Gutes zu tun, als ganz persönlich den Überblick zu behalten. Und: bei mir geht es deutlich mehr um vernetzte Informationen als um vernetzte Personen - um die Frage zu beantworten.

Prokrastinasurf

Und dann sind da natürlich immer diese Erlebnisse der umgekehrten Art. Wo man die Links anderer Leute nutzt, um sich im Netz zu verlieren. Katrin Passig und Sascha Lobo (die ich letztens mal das Vergnügen hatte kennen zu lernen) haben mal auf dem WirnennenesArbeit-Kongress (oder was immer das war - war es ein Kongress?) einen köstlichen Vortrag über Prokrastination gehalten. Wie man es anstellt, die wirklich wichtigen Dinge immer vor sich her zu schieben. Soviel ich weiß haben sie mittlerweile ein Buch darüber geschrieben. Das gibt die Verlinkung auch her. Ganz eindeutig. Von Google zur Website zum Blog und dann über diesen fatalen Link… - aber das, was wir dabei aufschnappen, ist doch die Quelle unserer Kreativität, oder? Ohne wild verwirbelte Inhalte keine Verknüpfungen, die sie verbinden - im Hirn wie in der Arbeit wie im Web. Netz ist eben, wenn es nie aufhört, weiter zu gehen.