Archive for the ‘2.0’ Category

Google Gadgets Gantt-Chart

Wednesday, October 29th, 2008

Mit Google Spreadsheets, dem Excel für Onliner und Collaboration-Junkies, kann man jetzt auch Projektmanagement machen. Unter den Google Gadgets gibt es jetzt auch ein Gantt-Diagramm!!!

Problem:
wie baue ich das Gadget in mein eigenes Google Spreadsheet ein?

Lösung:
auf der Übersichtsseite/Gadgetgallery die Source-URL kopieren und dann im eigenen Spreadsheet Insert > Custom > URL reinpasten.

Offenbar ganz frisch rausgekommen - es gibt noch ein paar Bugs, siehe Diskussion.

Mozilla Ubiquity

Thursday, September 4th, 2008

Mozilla-Plugin zum Erstellen von Mashups!

http://labs.mozilla.com/projects/ubiquity/

Ubiqity soll es Firefox-Nutzern ermöglichen, komplexe Web-Aufgaben durch Eingabe simpler Textbefehle zu erledigen. — (Computerwoche)

Alternativen zur Suche in MediaWiki

Wednesday, September 3rd, 2008

Der Vorteil an Social Software ist in den meisten Fällen, dass man nicht alle gewünschten Erweiterungen selbst schreiben muss. Eine Architektur mit Plugins (die wahlweise auch auf den Namen Extensions oder Module hören) ermöglicht es, Erweiterungen von anderen Nutzern einzubauen und dadurch die Software wie einen Baukasten zu benutzen. Hier einige Beispiele zur Suche - die Liste kam gerade von meinem Admin David Störmer Thomas Klein rein, der sich mit dem Problem beschäftigt:

http://www.mediawiki.org/wiki/Extension:Lucene-search
Aktuelles Suchengin von wikipedia mit Ähnlichkeits-/Synonymsuche

http://www.mediawiki.org/wiki/Extension:Multi-Category_Search
Erinnert an eine Googlesuche: mit jedem weiteren Suchbegriff schränkt man die Suche weiter ein

http://www.mediawiki.org/wiki/Extension:RigorousSearch
die laut Entwickler sehr langsam ist und viele Ressourcen frisst, allerdings wirklich eine “Volltext”-suche ist, mit der man auch nach Wikisyntax (Bearbeiten-Ansicht) suchen kann, die auf der Seite gar nicht sichtbar ist.

http://www.mediawiki.org/wiki/Extension:SphinxSearch
Behauptet von sich besser zu sein als eingebaute Suche. Soll ähnlich Lucene-search sein und des weiteren eine Did-you-mean Funktion haben (alternative, ähnliche Ausdrücke/Worte/Begriffe)

http://www.mediawiki.org/wiki/Extension:Wildcard_search
Erlaubt das Nutzen von Wildcarts in der Suche Pro* findet Problem und Probe

Wie den Kommentaren zu entnehmen ist, bieten einige der Extensions nur marginale Vorteile oder befinden sich noch in der Beta-Phase. Die meisten werden sich jedoch weiter entwickeln.

Nachtrag 5.9.08:

  • Berichtigung: die erste Version dieses Postings behauptete, dass die Liste von Thomas Klein zusammen gestellt wurde - sie stammt aber von unserem anderen Admin David Störmer - bitte vielmals um Entschuldigung.
  • Ich wusste noch, dass ich einmal eine Semantic-Web-Erweiterung für MediaWiki gefunden hatte - dank delicious war der Link noch da: http://semantic-mediawiki.org/wiki/Main_Page

http://semantic-mediawiki.org/wiki/Main_Page
Eine “Factbox” gibt einen Kurzüberblick über die semantische Beschreibung des Inhalts der Seite. Dieser besteht aus Eigenschaft-Wert-Paaren wie Bevölkerung:3,410,000.

Tagclouds zur Navigation nutzen

Tuesday, September 2nd, 2008

Tags sind eine geniale Erfindung und ein nicht weg zu denkender Baustein des Web 2.0. Lange Zeit wurde ihr Potenzial aber gar nicht ausgeschöpft. Sowohl freie Webdienste wie delicious (del.icio.us) als auch kommerziell-geschlossene wie iBusiness sammelten zwar Tags. Artikel und Links konnten jedoch nur per Klick auf ein einziges Stichwort erreicht werden. Seine volle Wirkung entfaltet das Tagging jedoch nur, wenn die Tags in Kombination genutzt werden können: Ein Tag ist Silber - viele Tags kombiniert sind Platin, ganz klar!

Mittlerweile ist das glücklicherweise der Fall. Als das Update auf den neuen Firefox 3.0.1 mich neulich zwang, von meiner alten Button-Leiste auf die Firefox-Extension Delicious Bookmarks 2.0.95 umzusteigen, machte ich die erstaunliche Entdeckung, dass mein Traum längst in Erfüllung gegangen war. Nur eben in einer anderen Extension - delicious bietet mehrere an! In einer Sidebar kann man hier ein Stichwort anklicken und bekommt eine Reihe von verwandten Begriffen angezeigt. Bei Klick auf einen dieser Wörter erhält man die Seiten, die diese Kombination enthalten.

Diese “Erfindung” erinnert ein wenig an die “Abteilung Informations-Wiederbeschaffung” in dem genailen Retro-Thriller Brasil, denn eigentlich gab es diesen Service bereits auf einer der ersten Suchmaschinen, zu Zeiten von Lycos, HotBot und Altavista - ich habe leider vergessen, welche es war.

Damit wären wir schon bei zwei Tags. Meiner Ansicht nach könnte man das noch toppen - möglicherweise (wer hätte das gedacht) mit drei und mehr…
Ähnliche Fuktionen bietet iBusiness seit einiger Zeit. Hier gibt es neben der Tag-Suche einen Button “Verknüpfen”, über den man sich eine Tag-Cloud anzeigen lassen und die Auswahl durch weitere Tags eingrenzen kann. Seitdem nutze ich den Webdienst so, wie man einen Webdienst nutzen sollte: ich lese ihn nicht wie eine Zeitung, sondern suche - oder besser: finde - gezielt Meldungen zu dem Thema, mit dem ich mich gerade beschäftige.

Zum Thema Zeitung versus Web 2.0 habe ich übrigens gerade eine schöne Stelle in Clay Shirkys Buch Here comes everybody wiedergefunden:

“The Web didn’t itroduce a new competitor into the old ecosystem [...]. The Web created a new ecosystem [...]. We’ve long regarded the newspaper as a sensible object because it has been such a stable one, but there isn’t any logical connection among its many elements: stories from Iraq, box scores from the baseball game, and ads for everything from shoes to real estate all exist side by side in an idiosyncratic bundle. What holds a newspaper together is primarily the cost of paper, ink, and distribution. A newspaper is whatever group of printed items a publisher can bundle together and deliver profitably.” (S.60)

Schöner kann man es kaum zusammenfassen, wenn man den Unterschied zum Web herausarbeiten will, daher versuche ich es gar nicht erst.

Aber zurück zu den Tag-Kombinationen: der nächste logische Schritt wären eine Art Pakete aus Stichworten, die bestimmte Themenkreise beschreiben, für die ich noch keinen eigenen Begriff gebildet habe (”The difference that makes a difference”, um es mit einem von Luhmanns Systemtheoretikern zu sagen). Dieses “semantische Bündel” vermisse ich bisher noch.

Literatur:

  • Shirky, Clay (2008): Here comes everybody. How digital networks transform our ability to gather and cooperate. New York: Penguin Press.

ActiveCollab 1.0 mit MVC-Modulen

Monday, August 18th, 2008

ActiveCollab ist ein OpenSource-Nachbau der SaaS-Kollaborationsplattform BaseCamp, die von den Machern von Ruby-on-Rails ursprünglich zur Koordination ihrer eigenen Zusammenarbeit erstellt wurde.

ActiveCollab 1.0 kann durch Module erweitert werden, die dem MVC-Pattern folgen. Jedes Modul hat eine kleine Business-Logic, eine Oberflächendefinition, die das Template/Presentation Framework Smarty benutzt und einen Controller, der sich um die Ablaufsystematik kümmert.

Für Details siehe Active Collab Website.

Langsam kommen wir unserem OpenSource-Arbeitsoberflächen-Baukasten näher. Schritt für Schritt. Leider wird ActiveCollab vorgeworfen, “nicht mehr ganz so OpenSource” zu sein, wie es das mal war. Verfechter der reinen Lehre haben daher den frei verfügbaren Code in einem neuen Projekt - ProjectPier - weitergeführt. Man darf gespannt sein, ob ProjectPier nachlegt…

Aurora User Interface

Monday, August 18th, 2008

Ein Haufen interessanter Ideen:


Aurora (Part 1) from Adaptive Path on Vimeo.

Das Interface ist eine Antwort von adaptivepath auf eine Initiative der Mozilla Foundation, in der sie die Netzgemeinde dazu aufruft, Ideen und Konzepte für die Weiterentwicklung des Firefox-Browsers einzureichen.

Für nähere Informationen siehe Heise Newsticker.

Effizienz von Wikis als Technologie der Projektkommunikation

Thursday, July 31st, 2008

Wikis sind also ein sehr effektives Mittel zur Kommunikation. Sie bieten aber auch (jetzt schon) Ansätze zur Effizienz:

  1. Der die Umwelt beschreibende Kontext eines Beitrages (Metadaten zur sozialen und zeitlichen Sinndimension, also Autor, Datum, Zeit) kann automatisch erfasst werden und wird automatisch erfasst. Er erfordert also keinen zusätzlichen Zeitaufwand.
  2. Kontextangaben zur Sachdimension (Tags/Stichworte, Kategorien) müssen bisher noch manuell eingegeben werden.

Sie könnten aber bald automatisch vom System vorgeschlagen werden (dazu gibt es funktionierende Ansätze auf der Grundlage von Bayesscher Statistik) – und müssten dann nur noch vom Autor „verifiziert“, also gegebenenfalls korrigiert werden. Die Kosten in diesem Bereich lassen sich also ebenfalls senken.

Wikis sind die effektivere Kommunikationstechnologie

Thursday, July 31st, 2008

… gemäß der Definition der Kommunikation von Luhmann.

Im Gegensatz zu (wissenschaftlichen) Veröffentlichungen bzw. Protokollen bieten Wikis demnach noch genauere Möglichkeiten zur Kommunikation:

  • Durch ihre Versionierung sind sie explizit darauf ausgerichtet, unterschiedliche Auffassungen von Sachverhalten zu erkennen.
  • Die Änderungen finden innerhalb des sachlichen Zusammenhangs statt (im Kontext der Seite)
  • Die Änderungen sind mit einer Handlung (Editieren) verbunden und können damit explizit zugeordnet werden.
  • Die Begründung für die Änderung kann mitgeliefert werden. Dadurch wird vom Autor klargestellt, welche Gründe ihn zu einer abweichenden Auffassung bewegen. Er liefert also seinen Kontext mit und erleichtert damit das Prozessieren der doppelten Kontingenz.

Besser kann man das System Kommunikation im Sinne Luhmanns kaum abbilden!

Paradigmenwechsel oder: das Gute an Hypes und Buzzwords

Wednesday, June 25th, 2008

Wie funktioniert ein Hype und was ist ein Buzzword?

Ein Buzzword ist ein Begriff in der öffentlichen Kommunikation:

  • er formuliert etwas Neues,
  • was ein vorhandenes Problem löst (Handlungsdruck),
  • verbindet es mit einem Wort (ermöglicht Zuordnung),
  • von dem alle Wissen, dass sie sich damit auseinandersetzen müssen

Wenn das alle tun (sich damit auseinandersetzen), spricht man von einem Hype.

Hypes haben eine negative Konnotation, weil

  1. Am Anfang eine starke Erwartungshaltung aufgebaut wird, um das Thema zu legitimieren – und diese nicht erfüllt werden kann (zur Verwendung von Idealzielen zur Beurteilung der Realität am Beispiel organisationaler Praxis siehe Etzioni, Amitai (1960))
  2. Technische Neuerungen meist eine Änderung der Denkweise (Paradigmenwechsel) voraussetzen, die in diesem Moment noch nicht vorhanden ist
  3. Der Diskurs eine undifferenzierte Form annimmt, wenn sich die breite Masse äußert (Platitüden!)
  4. Menschen den Drang nach neuen Themen haben (Luhmann 1987, S. 89f. , ‘Variety-seek-Motiv’ von Kaiser 2005, S. 33, zitiert nach Meffert 2008, S. 127)

Ein Hype hat aber auch eine (positive) Funktion: Dadurch dass sich alle damit auseinandersetzen, werden neue Denkansätze (Paradigmen) diskutiert, die sich durch die öffentliche Diskussion im Bewusstsein von breiten Bevölkerungsschichten niederschlagen. Bei „Technik-Hypes“ wie Social Software „frisst die Revolution“ daher nicht „ihre Kinder“ – sondern sie erschafft sie erst.

Paradoxerweise führt das dazu, dass am Ende des Hypes die Voraussetzungen für die Etablierung der jeweils neuen Technologie wesentlich besser sind als vorher:

  1. Die allgemeine Denkweise hat sich an den Zustand angenähert, der für die Nutzung der neuen Tools erforderlich ist (Punkt 2 unter negative Konnotationen entfällt also in Zukunft)
  2. Die technischen Fertigkeiten der potentiellen Nutzer haben sich erweitert. Dadurch sinkt der Aufwand zur Nutzung der Technologie und das (Transaktions-)Kosten-Nutzen-Verhältnis verbessert sich
  3. Die Werkzeuge werden verbessert und (vom technisch Möglichen an das situative Erforderliche) angepasst
  4. Die Menschen kennen die Technologie und bauen sie in ihre im Alltag verwendeten Handlungsoptionen ein

Am Beispiel von Web 2.0 und Social Software kann man das sehr gut nachvollziehen (etwa bei der Nutzung von Blogs): Für viele Menschen ist es heute ganz normal, eine Idee in einem Blog zu veröffentlichen – auch wenn diese noch nicht ganz ausgegoren ist! Früher hätte man gedacht: „Was sollen die von mir denken?“. Dieser Passus wurde im neuen Paradigma gestrichen – wenn auch nicht ersatzlos: heute denkt man eher „Wird spannend, was die anderen davon denken“ (Annäherung der allgemeine Denkweise). Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen: viele haben einen Blog und wissen, wie man damit umgeht (technischen Fertigkeiten). Und die Bedienung ist so viel einfacher geworden, dass man kein technik-affiner Mensch mehr sein muss, um sich im Internet zu äußern (technische Weiterentwicklung und Anpassung an die Bedürfnisse). Das lässt sich ganz deutlich an der Themenverteilung ablesen, die sich von vorwiegend technischen Themen (fast ausschließlich in den 90ern) zu einer breiten Vielfalt hin verschiebt.

Es ist also zu einfach, den Umgang mit Begriffen wie Social Software und Web 2.0 mit dem Argument zu diskreditieren, es handle sich um Buzzwords und der Hype sei vorbei: Wenn der Hype vorbei ist, sind die Voraussetzungen für die Nutzung einer Technologie erst geschaffen.

Literatur:

Links in meinem Blog:
Hypes and Bubbles
Hype - Trend - Tendenz

Etzioni, Amitai (1960): Two Approaches to Organizational Analysis: A Critique and a Suggestion. In: Administrative Science Quarterly, Jg. 5, H. 2, S. 257–278. Reprinted in Oscar Grusky and George A. Miller (eds.), The Sociology of Organizations: Basic Studies (New York: The Free Press, 1970), pp. 215-225; reprinted in Herbert C. Schulberg, Alan Sheldon and Frank Baker (eds.), Program Evaluation in the Health Fields (New York: Behavioral Publications, 1969), pp. 101-120: reprinted in Frank Baker (ed.) Organizational Systems: General System Approaches to Complex Organizations (Homewood, Ill.: Richard D. Irwin, 1973), pp. 459-475.

Luhmann, Niklas (1987): Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. 1. Aufl., [Nachdr.]. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2006 (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 666).

Meffert, Heribert (2008): Marketing. Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung. Konzepte-Instrumente-Praxisbeispiele. 10., vollst. überarb. u. erw. Aufl. Wiesbaden: Gabler.

Enterprise 2.0 - Definition

Sunday, June 8th, 2008

(Anmerkung: die Ähnlichkeit mit der Enterprise-2.0-Definition aus der deutschen Wikipedia kommt nicht daher, dass ich ihn von dort geklaut habe, sondern dass die aktuelle Fassung der Wikipedia-Definition weitgehend von mir stammt. Definitorische Mitarbeit an dieser Stelle ist wie immer ausdrücklich erwünscht!)

Enterprise 2.0 bezeichnet den Einsatz von Sozialer Software zur Projektkoordination, zum Wissensmanagement und zur Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen. Diese Werkzeuge fördern den freien Wissensaustausch unter den Mitarbeitern, sie erfordern ihn aber auch, um sinnvoll zu funktionieren. Der Begriff umfasst daher nicht nur die Tools selbst, sondern auch eine Tendenz der Unternehmenskultur - weg von der hierarchischen, zentralen Steuerung und hin zur autonomen Selbststeuerung von Teams, die von Managern eher moderiert als geführt werden.

Entstehung des Begriffs

Der Begriff Enterprise 2.0 geht auf einen Artikel des Harvard-Professors Andrew P. McAffee zurück. Unter dem Begriff SLATES (deutsch: Schiefertafeln; SLATES steht für die Abkürzung von Search, Links, Authoring, Tags, Extensions und Signals - in Anlehnung an die Abkürzung WIMP) fasst er die Prinzipien, Merkmale, Eigenschaften von Web 2.0-Werkzeugen zusammen. Er argumentiert, dass das Auffinden von Informationen (Search) im Internet nachweislich viel besser funktioniert als in Intranets, weil die Masse der Nutzer durch Links Informationen strukturieren und bewerten, die von Suchmaschinen ausgewertet werden. Durch eine vergleichbare Masse an Strukturen, die von Mitarbeitern mit Hilfe von einfachen Autoren-Tools (Authoring) und Verschlagwortung (Tags) erstellt werden, könnten Unternehmen die Vorteile der “Wisdom of Crowds” nutzen. Erweiterungen der Software (Extensions) sorgen für die einfache Anpassung an etablierte Arbeitsweisen und Signale wie RSS-Feeds (Signals) machen Änderungen verfolgbar.

Richter und Koch erweitern den Begriff unter Bezugnahme auf einen Information-Week-Artikel und die Enterprise-2.0-Konferenz 2007 um die notwendigen Veränderungen der Unternehmenskultur:

„Enterprise 2.0 bedeutet vielmehr die Konzepte des Web 2.0 und von Social Software nachzuvollziehen und zu versuchen, diese auf die Zusammenarbeit in den Unternehmen zu übertragen.“ [1]

Buhse und Stamer beschreiben aufgrund von Erfahrungen im eigenen Unternehmen die notwendigen strategischen Änderungen in Marketing und Public Relations, die sich aus dem Einsatz von Social Software ergeben. Sie plädieren für eine ehrlichere Kommunikationskultur, bei der auch die Außenkommunikation von den Mitarbeitern gemacht wird und das Management lediglich Themen lanciert und Richtungen vorgibt.[2] Insbesondere der Begriff der Markenführung muss in dieser Hinsicht neu überdacht werden.

[1] Richter und Koch (2007), S. 16
[2] Buhse, Willms (2008): Schönheit kommt von innen. Die neue Kommunikationskultur eines Enterprise 2.0. In: Buhse und Stamer (2008)

Literatur

* McAfee, Andrew (Spring 2006): Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration. In: MIT Sloan Management Review, Jg. 47, H. 3, S. 20–28.
* Koch, Michael; Richter, Alexander (2007): Enterprise 2.0. Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen. München: Oldenbourg.
* Buhse, Willms; Stamer, Sören (Hg.) (2008): Enterprise 2.0 - Die Kunst, loszulassen. 1. Aufl. Berlin: Rhombos-Verlag.
* Artikel in der Information Week: http://www.informationweek.com/news/management/showArticle.jhtml?articleID=197008457 (derzeit nicht erreichbar)

Weblinks

* Enterprise 2.0 Konferenz 2007
* Artikel über Buhse, Willms (2008): Schönheit kommt von innen. Die neue Kommunikationskultur eines Enterprise 2.0. In: Buhse und Stamer (2008) hier im achimbo-Blog