Archive for the ‘digitale Wirtschaft’ Category

re:publica 2011: Flattr und OpenLeaks

Thursday, April 14th, 2011

To whom it may concern: bin heute auf der re:publica 2011.
Habe endlich mal ein reguläres Ticket. Heute mitnehmen was geht - morgen muss ich wieder in Wolfsburg sein, die Templates von Volkswagen warten.

Was bisher geschah

Bisher wurde ich hier endlich mal wieder auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht: Zuerst ein Vortrag über die Rolle der neuen Medien in den aktuellen Revolutionen in der arabischen Welt von einem, der es wissen muss: Zahi Alawi arbeitet seit Februar 2005 als freier Redakteur für die Deutsche Welle. Keine grundlegend neuen Erkenntnisse, aber ein guter Überblick.

OpenLeaks

Faszinierend war bisher Daniel Domscheit-Berg, der ehemalige Sprecher von Wikileaks, der dann die Whistleblower-Plattform OpenLeaks gründete. Wie alle guten Leute argumentierte er sehr bescheiden - und in der Form, die jetzt gebraucht wird: Er promotete weniger seine eigene Organisation, als den Gedanken, die eigenen Aktivitäten auf viele gleichberechtigte Schultern zu verteilen. OpenLeaks etabliert gerade eine dezentrale Netzwerk-Plattform, bei der man Dokumente einem Medienunternehmen zeitlich begrenzt zur Verfügung stellen kann - und das nur noch zeitlich begrenzt exklusiv. Wenn diese sie nicht schnell genug auswerten bzw. darüber publizieren (sei es, weil sie politisch “zu heiß” sind oder aus anderen Gründen), dann werden die Informationen automatisch anderen im Netzwerk zur Verfügung gestellt. So wird sicher gestellt, dass alle Dokumente - Relevanz vorausgesetzt - ihr “Deployment” in einem Medium finden. Seiner Ansicht nach ist es oft der Long-Tail, also die Masse an kleinen Dokumenten, die wichtig ist. Und die kommen so in der breiten Masse besser zum Tragen. Das System befindet sich derzeit in der Alpha-Phase mit sechs anderen Plattformen und soll mit weiteren Partnern ausgebaut werden.

Flattr

Zur Finanzierung setzt er derzeit auf die Zur-Verfügungstellung von Ressourcen seiner Unterstützer. Das sei effektiver, als Geld einzusammeln. Trotzdem bedankte er sich beim nächsten Sprecher, dem Schweden Peter Sunde, über den er bereits einiges an Funding gesammelt habe. Sunde ist einer der Gründer von Flattr, einem genialen Dienst, mit dem man Blogger, User von Videoplattformen und andere Mehrwert-Schaffenden unterstützen kann. In seinem Vortrag erläuterte er die Funktionsweise: Man zahlt einen monatlichen Betrag ein. Über einen Flattr-Button kann man für einzelne You-Tube-Videos, Twitter-Tweats, Blog-Postings und anderes Spenden an die Urheber verteilen. Diese werden benachrichtigt, falls sie noch keinen Account haben. Unter allen ge-flattr-ten Beiträgen wird am Ende des Monats das eingezahlte Geld verteilt. Dabei verfallen Beträge von Unterstützten selbstverständlich nicht, wenn diese sich keinen Account einrichten, sondern fließen zurück auf das Konto des Einzahlers.

Obwohl es Flattr erst seit einem Jahr gibt, bewegt die Plattform bereits etwa 100.000 EUR pro Monat, Tendenz stark steigend. Natürlich würden sie die Weltherrschaft in diesem Bereich anpeilen (”and I do not mean only the earth”), meinte er etwas unbescheidener als Domscheit-Berg, aber eigentlich sei “Big Business” nicht ihr Hauptanliegen. Die Idee hat das Zeug zur neuen Grundlage der Verteilung finanzieller Ressourcen in Zeiten der Creative Commons, in denen Zeitungs- und Buchverlage jammern, das Urheberrecht sei nicht ausreichend. In jedem Fall ist es ein interessanter Beitrag zu dieser Diskussion und ein Gegenmodell, das wir im Auge behalten sollten.

Enterprise 2.0 setzt sich durch - WISYWYG-Editor für Wikipedia

Thursday, October 28th, 2010

Nach anfänglichem Zögern haben deutsche Unternehmen das Potential von Social Software im Unternehmen erkannt. Ein Manko gängiger Open Source-Wikis ist bisher die komplizierte Wikisyntax. Wir erstellen derzeit bei Twoonix einen neuartigen MediaWiki-Editor (TWX-Editor), der die Bedienung kinderleicht macht.

Screenshot TWX-Editor

Historie

Als ich 2006 für das BMBF-Forschungsprojekt 4CforMedia engagiert wurde, das sich der Untersuchung von Einsatzmöglichkeiten von Social Software im Projektmanagement widmete, hat man mich noch für verrückt erklärt. Der Fokus des Projekts auf der Branche Internetagenturen, da man sich hier am ehesten vorstellen konnte, dass die Mitarbeiter bereit und in der Lage sein würden, die Tools zu verstehen und zu bedienen. Unsere ersten Interviews mit Technik-Chefs, Geschäfsführern und Projektmanagern großer Internetagenturen ergaben, dass dort gelegentlich Wikis zum Wissensmanagement im Technik-Bereich eingesetzt wurden - sonst arbeitete man mit klassischer Projektmanagement-Software, die bei den PMs wegen ihrer Sperrigkeit weitgehend verhasst waren.

Situation heute

Mittlerweile scheint sich das Thema durchgesetzt zu haben. Firmen haben das Potential erkannt und festgestellt, dass der Mehraufwand minimal ist und sich schnell armortisiert, wenn man die Vorteile der Kollaboration, Übersichtlichkeit und Dokumentation aufsummiert. Habe dazu gerade einige Interviews in der Nachlese der DMEXCO 2010 von Melanie Unbekannt gefunden, die das dokumentieren (Sie heißt wirklich so ;). Ekaabo-Gründer Marco Ripanti beschreibt im Interview, dass auch Mitarbeiter, die nur ein paar Meter auseinander sitzen, sich gerne über Skype austauschen.

Diese Variante scheint für den Moment effektiv zu sein (sonst würden die Mitarbeiter sie nicht nutzen) - effizient ist sie nicht, da der Vorteil der Dokumentation nicht genutzt wird. Die Informationen werden zwar lokal gespeichert, können aber nicht von anderen Mitarbeitern gefunden, angereichert, weiterentwickelt und zu einer Wissensbasis ausgebaut werden.

Wikis in Unternehmen

Insbesondere Wikis halten einen rasanten Einzug, da sie diese Komponenten ideal verbinden. Christian Boris Schmidt, Gründer von Ecato bemängelt im Interview allerdings, dass Mitarbeiter dafür die “Wiki-Syntax” erlernen müssen.

Auch Oliver Berger nimmt in einem anderen Interview zu diesem Punkt Stellung. Seiner Ansicht nach hat dieser Mangel dazu geführt, dass bisher in großen Unternehmen häufig proprietäre Software eingesetzt wurde.

Gedanken von Oliver Berger zu Enterprise 2.0 from Melanie Unbekannt on Vimeo.

Solche Systeme können aber schnell zum Datengrab werden, wenn der Hersteller etwa beschließt, die Kosten der Wartungsverträge drastisch zu erhöhen oder “strategische Kooperationen” einzugehen - etwa mit einem ERP-Anbieter.

Wikimedia, Wikipedia und Unternehmen

Open Source Wikis eignen sich besser für diese Aufgabe. Damit die oben genannten Mankos mittelfristig ausgeglichen werden können, engagieren wir uns seit langem für Kooperationen zwischen Open Source Wikis und Vertretern aus der Wirtschaft.

Pavel Richter, GF Wikimedia Deutschland

Pavel Richter, GF Wikimedia Deutschland

So hat die Twoonix Software GmbH (Twitter, Blog) Pavel Richter, Geschäftsführer der Wikimedia Deutschland e.V. und seinenen Chefentwickler Daniel Kinzler bereits vor einiger Zeit mit großen Unternehmen zusammen gebracht, die Mediawiki (die Software der Wikipedia) intern für Wissensmanagement, Projektmanagement und andere Aufgaben nutzen. Vor kurzem haben wir beide zudem mit VOLKSWAGEN zusammen gebracht, unserem Hauptkunden im Wissensmanagement-Bereich. Auch hier ging es um mögliche Kooperationen beim Ausbau der MediaWiki-Software im Zusammenspiel mit Unternehmen.

WYSYWikis jetzt Open Source - der TWX-Editor

Daniel Kinzler, Chefentwickler Wikimedia Deutschland

Daniel Kinzler, Chefentwickler Wikimedia Deutschland

Ich bin bei Twoonix derzeit für die Erstellung eines neuen WYSYWIG-Editors für MediaWiki verantwortlich - eine Beta-Version wird derzeit getestet. Der TWX-Editor geht in seinen Fähigkeiten weit über das hinaus, was alle bisher bestehenden Editoren können. Insbesondere lässt er nicht geänderten Wiki-Sourcecode unangetastet. Dies ist der Hauptkritikpunkt und laut Chefentwickler Daniel Kinzler der Grund, warum die Wikipedia bisher keinen RichtText-Editor einsetzt. Während andere Rich Text-WYSIWYG-Editoren den kompletten Text “zurückparsen”, zerstört der TWX-Editor bestehende Seiten mit komplexem Wikisyntax-Code nicht.

Auch für Unternehmen ist dieser Punkt ein wichtiger Faktor, wenn nicht die Conditio sine qua non für den Einsatz eines solchen Editors. Vor allem natürlich, wenn sie MediaWiki bereits seit längerem einsetzen. Das ist jedoch in den meisten Unternehmen der Fall (siehe Joachim Bode: Pragmatisches Wissensmanagement im Intranet im Annual Multimedia 2010). Der Editor wird es weiterhin ermöglichen, semantische Informationen bequem und ohne Syntax-Kenntnisse im Wiki zu hinterlegen, was das Wiki zu einem weit präziseren Knowledge-Management-Tool macht als eine gewöhnliche Wiki-Website. Damit wird es auch Nutzern, die lediglich den Umgang mit den gewohnten Office-Tools kennen möglich, ihr Wissen der Community in ihrer Firma schnell und leicht verständlich zur Verfügung zu stellen.

Provider-Probleme mit Alice

Friday, November 27th, 2009

8 MBit/sec. Klingt toll. Aber gezählt wird erst, wenn Alice den Server gefunden hat.

Server not found
Firefox can’t find the server at www.achimbo.de.

gehört eigentlich schon zum Alltag. Der Gegencheck mit Google führt ebenfalls zu einem stundenlangen “Looking up Host Google.com” und endet mit
“Firefox can’t find the server at www.google.com.”

Ist ja auch schwer zu finden.

Kennt jemand zufällig einen zuverlässigen Provider? Von 1&1 hab ich schon ganz gutes gehört, aber bevor man sich ewig bindet, soll man doch…
Eigentlich bin ich bei Alice ja wegen der kurzen Kündigungsfrist gelandet. Jetzt wird es wohl langsam Zeit, sie in Anspruch zu nehmen.

Lange sehe ich mir das jedenfalls nicht mehr an. “(Alice) can’t find the server” hat schon einen Schatten auf meiner Netzhaut hinterlassen. Ich sehe die Meldung jetzt auch mitten am Tag im Sonnenlicht …

Vom Download zum Grundeinkommen - die Piraten brauchen ein konsistentes Modell

Saturday, September 26th, 2009

Ein zentraler Punkt des Piraten-Programms ist die Reform des Urheberrechts. Diese ist sicherlich sinnvoll - sie wird aber keine Mehrheit in der Bevölkerung bekommen, wenn den Menschen, die bisher von der Verwertung der Urheberrechte gelebt haben (insbesondere den Urhebern!), kein alternatives Modell zur Existenzsicherung angeboten wird. Ein wesentlicher Baustein in diesem Modell wird voraussichtlich das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) sein, auf das weitere Maßnahmen aufbauen können.

Hintergrund: Von der Bay zur Partei

Die Piratenpartei ist aus Pirate Bay hervorgegangen - einer Tauschbörse für Dateien, die woanders Geld kosten. Die Piraten begründen die Vermittlung kostenloser Downloads damit, dass der Großteil der Einnahmen aus Musik, Spielen, Texten und anderem ohnehin bei “den Majors” landet. Diese großen Labels gibt es vor allem im Musikbereich. Sie hatten dort früher die Aufgabe, die Vertriebswege für Schallplatten zu organisieren. Heute findet der Vertrieb vorwiegend im Internet und auf anderen Kanälen statt und die “Majors” werden als Wegelagerer wahrgenommen, die - kraft Gewohnheitsrecht - den Großteil des Umsatzes in überbezahlte Management- und Verwaltungsstrukturen pumpen, während die “Künstler” nur einen Bruchteil bekommen.

Aber ACHTUNG: die Piraten sind jetzt eine Partei! Wer der einseitigen Argumentation der Labels keine genauso einseitige der Raubkopierer gegenüberstellen will, sondern stattdessen konstruktiv an tragfähigen (und mehrheitsfähigen?) Modellen mitarbeiten will, der muss differenzieren. Er muss fragen, welche Dienstleistungen erbringen die Rechteverwerter, welche davon sind (noch) sinnvoll und wie kann man die bisherigen Leistungen und Rechteverteilungen besser organisieren. Das hier vorgestellte Modell schlägt vor, die Forderung eines bedingungslose Grundeinkommen zum festen Programmpunkt der Piratenpartei zu machen. Das würde sie in der Urheberrechtsreform von vielen Erklärungsnöten befreien. Darauf aufbauend soll das kapitalistische Modell der Musik-, Software- und Textproduktion wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden, damit die kreativen Branchen der Gesellschaft nicht zum Bittsteller von Transfergeldern gemacht werden und gleichzeitig das Geld bei denen landet, die die Leistungen erbringen.

Starten wir die Diskussion mit den Betroffenen!

Die Piratenpartei hat es vor der Wahl nicht mehr geschafft, ein Bekenntnis zum (oder gegen das) bedingungslose Grundeinkommen (BGE) abzulegen. Das Argument war einleuchtend: als Partei, die dafür einsteht, dass auf ihren Wikis und Foren erst einmal die Diskussion ausgetragen wird, bevor man einen Programmpunkt daraus macht, konnte das nicht ohne eine erschöpfende Diskussion über die Köpfe der Mitglieder und anderer Interessierter hinweg beschlossen werden. Trotzdem legt die oben angerissene Diskussion einen Zusammenhang zwischen BGE und den geforderten Urheberrechtsänderungen nahe. Jetzt ist der Zeitpunkt, diese Diskussion auf breiter Ebene zu führen.

Ich habe daher mal eine Diskussion im Piraten-Wiki gestartet: http://wiki.piratenpartei.de/Vom_Download_zum_Grundeinkommen - und würde mich freuen, wenn ihr euch daran beteiligt.

Mein erstes Piratenpartei-Treffen

Wednesday, September 16th, 2009

Das Meeting

War gestern beim Treffen der Piratenpartei im “Breipott” in Kreuzberg. Zwei sehr bemühte Ansprechpartner waren leider nicht in der Lage, meine Fragen erschöpfend zu beantworten und haben sich mehrfach widersprochen. Interessant fand ich jedoch,

  1. dass im Publikum sehr viele gute Leute saßen, die gute Fragen gestellt haben - insbesondere auch Juristen, die Gesetzesentwürfe wieder in normales Deutsch übersetzen und die Implikationen und Abhängigkeiten erklären könnten
  2. den Ansatz, mit den Mitteln von Social Software (Wikipedia) die Meinungen der Parteibasis einzuholen und jedem die Möglichkeit zu geben, sich an der Diskussion zu beteiligen
  3. die Lockerheit und Toleranz, mit der ich als Anzugträger (wir kamen von der XInnovations) ohne Kommentar oder Vorbehalte wie jeder andere auch behandelt wurde
  4. dieselbe Lockerheit, mit der die verschwindend wenigen Frauen keine Anstalten machten, irgendwelche feministischen Thesen zu thematisieren (Anm: nichts gegen Feminismus dort, wo er angebracht ist - und das sind immer noch einige Bereiche!)
  5. den tatsächlich offenen und auch weitgehend sachlichen Charakter der Diskussion

Widersprüche

Die Widersprüche bezogen sich vor allem den Punkt Abstimmungsverhalten von Abgeordneten, das den Großteil der Fragestunde/Diskussion einnahm:

  • “Wenn wir zwei Abgeordnete im Parlament haben und die Parteibasis in einer Frage 50%/50% entscheidet, stimmt der eine für und der andere gegen den Antrag
  • die Abgeordneten sind aber irgendwie auch ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich
  • nicht die gesamte Parteibasis entscheidet, sondern gehört werden vor allem die, die sich intensiv an der Diskussion entscheiden (Meritokratie)
  • manchmal braucht man auch Fraktionszwang

Ist ja alles richtig, aber wenn ich das wähle, wähle ich die Katze im Sack. Und nach dem Zugeständnis pragmatischer Einschränkungen bleibt ein ganz normaler Entscheidungsprozess wie in jeder anderen Partei auch…

Recherche

Habe beschlossen, die neuen technischen Mittel zu nutzen und mir nochmal einen Überblick zu verschaffen. Leider ist das Wiki wegen des zu erwartenden Ansturms heute aus technischen Gründen nicht editierbar.

Wie stimmen die Abgeordneten ab?
[Bearbeiten]

Satzung enthält keinerlei Hinweise darüber, wie die Abgeordneten stimmen müssen

Bundessatzung – Piratenwiki

http://wiki.piratenpartei.de/Bundessatzung#Parteiämter

FAQs
keine Aussagen zu Stimmverhalten in den FAQs

Häufig gestellte Fragen – Piratenwiki

http://wiki.piratenpartei.de/Häufig_gestellte_Fragen

hier gab es lediglich diesen Teil, der aber in puncto Abstimmungsverhalten auch nicht weiter geholfen hat:

2 Organisatorische Fragen und Antworten

* 2.1 Wann kann ich Unterschriften sammeln?
* 2.2 Wie viele offizielle Piraten gibt es inzwischen in Deutschland?
* 2.3 Wäre es möglich neben einer anderen (basisdemokratischen) Partei gleichzeitig auch in der Piratenpartei Mitglied zu sein?
* 2.4 Ich bin Deutscher mit Wohnsitz im Ausland.
o 2.4.1 Darf ich trotzdem in Deutschland wählen?
o 2.4.2 Kann ich bei der Unterschriftensammlung zur Wahlzulassung mitmachen?
o 2.4.3 Kann ich Mitglied bei den Piraten werden?

Auch sonst konnte ich keine Angaben finden, in wie weit in dieser Partei andere Regeln in diesem Punkt herrschen als in anderen Parteien. Bitte um Aufklärung.

Liquid Democracy

Auch ein weiterer Begriff, der von den beiden Vertretern der Piraten ins Spiel gebracht wurde, blieb in seiner Bedeutung schleierhaft: “Liquid Democracy”

Hierzu konnte ich im Web eine Menge interessanter Quellen finden - eine einheitliche Definition der Piraten war leider nicht dabei.

Mitmachen

Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich finde die Ansätze spannend, auch wenn sie noch nicht ganz ausgegoren sind. Und im Gegensatz zu anderen Parteien sehe ich hier durchaus die Möglichkeit, die Begriffe mit Leben zu füllen und an den Definitionen mit zu wirken. Ich werd’s versuchen.

Nachtrag zum Digital Filmcamp

Thursday, April 23rd, 2009

Digital Filmcamp war eine Veranstaltung in der Homebase (um die Ecke von der BTK), zu der mich Tillmann Allmer von Interfilm eingeladen hatte.

Die HomeBase beim Digital Filmcamp 'Film 2.0'

Vor allem den Teil “Neue Vertriebswege für Filmemacher” fand ich sehr spannend. Die Frage war, wie man in diesem Web, wo es alles umsonst gibt, eigentlich als Filmemacher noch Geld verdienen kann. Oder besser gesagt die Antworten. Vor allem die von Tillmann Allmer. Ich hatte noch nie was von M dot Strange und BigBuckBunny gehört - da tun sich ganz neue Welten auf, auch für nicht-Filmer.

Crowd wird gesourced in der HomeBase beim Digital Filmcamp

Da an diesem Tag meine Berichterstattung bei Twitter (über die ich mir die Sachen merken wollte) nicht funktioniert hat*, hier nochmal meine wichtigsten Notizen in Kürze:

Wie können Filmemacher Web 2.0/Twitter, etc. nutzen um Werbung und PR zu machen?

  • Im Animationsfilm BigBuckBunny wurde der Film umsonst herausgegeben, beim Erwerb der DVD hat man aber noch einige Extras dazubekommen, wie zum Beispiel sämtliche 3D-Modelle der Figuren, Texturen und alles andere, was man zur Weiterverwendung braucht…
  • der Filmer M-dot-Strange
    • hat immer kleine Tutorials zur Erstellung des Films erstellt und sie als Screencasts ins Netz gestellt
    • hat auf seiner Homepage als erstes / ganz oben und prominent platziert den “click to buy”-Button (Sofort Kaufen-Button) für seine DVDs
  • Filmemacher von Dokumentarfilmen können das Thema im Web besetzen, einige Sachen online stellen und dann - wenn sie selbst vernünftiges zu bieten haben - die Tipps und Hinweise von Experten aus anderen Bereichen “ernten”
  • Einige kritische Fragen blieben den Referenten natürlich nicht erspart. Zum Beispiel die (berechtigte) von mspro warum man eigentlich in eine 3D-Umgebung wie SecondLife gehen sollte, um sich dort zweidimensionale Kinofilme anzugucken. Die Leinwand wird dadurch schließlich auch nicht größer - im besten Fall läuft jemand durchs Bild… ;)

    Kritischer Frager MSPRO - warum muss man zum Kino gucken in virtuelle Welten???

    Vielen Dank für den tollen OpenSpace (hier auf Facebook) nochmal und genau so weiter machen!!!

    Bis nächstes Mal (bin gerne wieder dabei), Achim

    Diskussion beim OpenSpace des DigitalFilmcamp

    Willms Buhse, Achim Bode und Maxi Kirchner live auf der CeBIT

    Wednesday, March 4th, 2009

    Als erstes “Autoren-Team” hatten Maxi Kirchner und Achim Bode gestern die Ehre, ihr Kapitel

      Ich habe heute Dienst … Du findest mich auf dem Sofa

    aus dem DNA-Buch

      DNADIGITAL –
      WENN ANZUGTRÄGER AUF KAPUZENPULLIS TREFFEN

    von Willms Buhse und Ulrike Reinhard (Hrsg.) vorzustellen:

    Vielen Dank nochmal an Willms und viel Erfolg mit den weiteren Vorstellungen!

    https://www.zaplive.tv/web/webciety?streamId=webciety%2Fdac8de98-1061-4243-bbe7-863bf2f42c44&start=2817

    Literatur

    DNADIGITAL – WENN ANZUGTRÄGER AUF KAPUZENPULLIS TREFFEN
    Willms Buhse, Ulrike Reinhard (Hrsg.)
    ISBN: 978-934013-98-8
    1. Auflage
    Preis 29,80 EURO

    Der Erlös wird verwendet, um Digital Natives bei ihrer weiteren Arbeit zu unterstützen.

    Das Buch steht unter der Creative-Commons-Lizenz und kann unter folgender URL heruntergeladen werden:

    http://www.scribd.com/doc/12544534/DNAdigital-Wenn-Kapuzenpullis-auf-Anzugtraeger-treffen

    Klappentext:

    Wie aus Kopfschütteln positive Energie wurde. Oder Kapuzenpulli trifft Anzugträger – wie das CIO-Magazin über unsere Initiative DNAdigital titelte.Das Ziel ist anspruchsvoll. Wie schafft man einen konstruktiven Dialog zwischen der Generation Internet und Top-Managern der deutschen Wirtschaft?Und was kommt dabei heraus?In diesem Buch wurden die meisten Artikel im Dialog zwischen diesen beiden Gruppen geschrieben. Beteiligt sind die Avantgarde der Internetgeneration sowie Vorstände und Top-Manager von Unternehmen wie Alcatel-Lucent, Best Buy, Cisco, Deutsche Telekom, IDS Scheer und Vordenker wieJohn Seely Brown, John Hagel III, Dirigent Itay Talgam, die Harvardprofessoren Urs Gasser und David Weinberger, Don Tapscott, Gartner-Analystenchef Peter Sondergaard und Netzwerk-Guru Peter Kruse.Dabei trifft inhaltliche Erfahrung auf das technisches Know-how der ver-netzten Generation und beschäftigt sich mit Themen des Enterprise 2.0: der Arbeitswelt der Zukunft, kundengetriebene Produktentwicklung, Führung basierend auf Kompetenzen sowie Fragen der Unternehmenskultur.Eines verbindet alle Beiträge: Es geht um unsere Zukunft!

    Inhalt

    EDITORIAL > 10

    DNAdigital_01 – Anstoß

    Manifest der Digital Natives > 12
    Robert Dürhager, Timo Heuer
    The Difference It Makes – Vorwort_01 > 18
    Anne Grabs
    Dem Enterprise 2.0 gehört die Zukunft – Vorwort_02 > 22
    August-Wilhelm Scheer
    DNAdigital – Der Weg zum Buch > 26
    Willms Buhse, Ulrike Reinhard

    DNAdigital_02 – Die Digital Natives

    Die Digital Natives > 32
    Urs Gasser
    The Net Generation Takes The Lead > 44
    Don Tapscott
    Crowds In The Cloud – Digital Natives Create Generation V > 48
    Monica Basso, Steve Prentice, Peter Sondergaard, Ray Valdez
    20h Begegnung – Aus dem Tagebuch eines Digital Natives > 54
    Jana Hochberg

    DNAdigital_03 – DNAdigital Live

    #microblogging #interview #dnabuch – Alles in 140 Zeichen > 60
    Hendrik Heuermann, Sören Stamer
    Mit einer Twitter-Einführung von Nicole Simon
    Livestream DNAdigital – Ein Gespräch mit Peter Kruse > 80
    Peter Kruse, Ulrike Reinhard

    DNAdigital_04 – Der Weg zum Enterprise 2.0

    Der Standort Deutschland > 100
    Achim Bode, Michael Domsalla, Rainer Fechner, Thomas Mosch, Thomas Renger
    Building Bridges Between Business, Politics And People > 114
    Nadia Zaboura
    Ich habe heute Dienst … Du findest mich auf dem Sofa > 128
    Achim Bode, Maxi Kirchner
    Auf dem Weg in die Projektwirtschaft?! > 144
    Frank Schabel
    3 Kulturen im Umgang mit Social Tools > 156
    Bettina Fackelmann, Willi Kaczorowski, Jens Otto Lange
    CEO 2.0 – eine Konversation > 174
    Martin Koser, Joachim Niemeier, Frank Roebers
    Free Our Leaders From Isolation And Embrace Abundance > 184
    Itay Talgam, David Weinberger
    Open Innovation – Wie das Web 2.0 Produktfindung und Innovation verändert > 196
    Willms Buhse, Rainer Fechner, Cedric May
    How World Of Warcraft Promotes Innovation > 212
    John Hagel III, John Seely Brown
    “A Company Is A Dream Factory …” > 218
    Brad Anderson, Ulrike Reinhard, Sören Stamer
    Digitale Insulaner schlagen Brücken > 228
    Michael Heuser, Matthias Schuster

    Telearbeitsplatz

    Tuesday, January 6th, 2009

    Mein Telearbeitsplatz

    Mein Telearbeitsplatz

    Kommunikation und Anwendung trennen

    Telearbeit mit 2 Monitoren: auf einem Bildschirm liegt die Anwendung, an der ich und meine Gesprächspartner (über Application Sharing) zusammen arbeiten, auf dem anderen Screen die Kollaborationsoberfläche (Collaboration Platform).

    Telearbeitsplatz von vorne

    Telearbeitsplatz von vorne - hier mit Skype

    Augenkontakt durch richtige Anordnung

    Tipp: mit dieser Konstellation kann man die Kamera leicht so positionieren, dass sie nahe am Bild des Gesprächspartners angeordnet ist. So hat mein virtuelles Gegenüber das Gefühl, ich würde ihn beim Sprechen ansehen. Bei Laptops ohne integrierte Kamera stellt sich der Effekt am besten ein, wenn man wie hier gezeigt eine verwendet (hier: Logitech Quickcam for Notebooks Pro), deren Optik so weit unten liegt, dass sie fast in den Bildschirm hereinragt. Anders als oben abgebildet kann man bei Skype dann das Video in einem eigenen Fenster anzeigen und direkt unter die Kamera schieben, wenn man den großen Screen für die Anwendung braucht.

    Connect vom LOL

    Wir nutzen im Forschungsprojekt 4CforMedia an der TFH Berlin Adobe Connect zur virtuellen Zusammenarbeit, da die virtuelle Fachhochschule (VFH) ebenfalls damit arbeitet und uns das Labor Online Learning (LOL) den Service dankenswerterweise bequem zur Verfügung stellt.

    English summary

    Teleworking with two screens facilitates work as you can use one monitor for sharing the application you work on, while the other is reserved for the collaboration environment. Positioning the image window of your counterpart right next to the webcam gives him the impression of you looking him into the eyes when talking to him.

    Workaround Viewpath Gantt-Chart Error

    Tuesday, December 16th, 2008

    As I have been asked this for several times: The Google Gantt-Gadget mentioned in the previous posting has a bug. It causes the following Error (Fehlermeldung):

    Fehlermeldung (Error message): This gadget has no settings. Missing or malformed url parameter.

    To get it to work (Solution to all your problems):
    * add a column left of your table
    * call header ID
    * leave rest of fields blank
    * mark table including ID column and headers
    * Isert > Chart > Custom > URL = http://www.viewpath.net/Website/Modules/Gantt.aspx

    @ JCS states on http://googledocs.blogspot.com/2008/10/recently-google-docs-team-started.html: “The bug that required a UniqueID field in the Settings area has been fixed.” - it does not seem to be fixed, but with this workaround it works fine.

    Thanks to Wildscot for his comment on http://lifehacker.com/5070701/add-a-gantt-chart-to-your-google-spreadsheet for the hint!

    Google Gadgets Gantt-Chart

    Wednesday, October 29th, 2008

    Mit Google Spreadsheets, dem Excel für Onliner und Collaboration-Junkies, kann man jetzt auch Projektmanagement machen. Unter den Google Gadgets gibt es jetzt auch ein Gantt-Diagramm!!!

    Problem:
    wie baue ich das Gadget in mein eigenes Google Spreadsheet ein?

    Lösung:
    auf der Übersichtsseite/Gadgetgallery die Source-URL kopieren und dann im eigenen Spreadsheet Insert > Custom > URL reinpasten.

    Offenbar ganz frisch rausgekommen - es gibt noch ein paar Bugs, siehe Diskussion.